Das mysteriöse X der Kartenansicht

Die User von Garmins Touch-Geräten kennen ja seit Oregon und Dakota die rote Stecknadel, die auf dem Display erscheint, wenn auf einen beliebigen Punkt der Karte getippt wird.

Einher geht dies dann mit dem grauen Kästchen oben auf dem Display mit der Information, die an diesem Punkt auf Karte oder Datenbank hinterlegt ist (bzw. dem zweiten Kästchen rechts, wenn mehrere Infos für den Punkt dort liegen wie POI, Geocaches, Track, Landschaftsform...) und der Entfernung und Richtung zu selbigen.
So weit, so gut und nicht neu, aber ist Euch schon das kleine dunkelgraue X an der rechten Seite innerhalb des Kästchens aufgefallen?

Drückt man auf das graue X, so schließt sich dieses Kästchen (wie man es ja auch von SmartPhones gewohnt ist), so dass der Bildschirm wieder komplett der Kartenansicht zur Verfügung steht.
Diese Funktion wurde leider nur den neueren Touch-Geräten etrex touch, Oregon ab 6x0 und Montana spendiert...

Karten für Garmin-GPS

Im Netz wird ja immer wieder nach Karten Material für die Garmin-GPS-Geräte gefragt...
Gern wird dann auf die nicht mehr oder selten gepflegte (da geh ich nicht ran!) Wiki-Seite verwiesen und dann benennt jeder so seinen „Liebling“ … der Mensch ist ja bekanntlich ein visuelles Wesen, so habe ich mal von den mir geläufigen Karten nebst meinen gekauften und auf Geräten vorinstallierten Karten ScreenShots gemacht und auf meine HP geladen, ergänzt um die entpackte Größe, den Monat des Downloads und auf die entsprechende Quelle verlinkt.
Bei den meisten Varianten handelt es sich um gepackte aber ansonsten "gebrauchsfähige" gmapsupp.img
Diese wollen nur noch entpackt und in den internen Speicher (so groß genug!) oder (besser) auf eine leere microSD-Karte in einen(meist noch zu erstellenden) Ordner Names "Garmin" kopiert werden und schon kann es losgehen!
Der vollständige Pfad lautet dann: X:\GARMIN\gmapsupp.img
X=der vom Rechner zugeteilte Laufwerksbuchstabe
gmapsupp.img = sollte mit einem "sinnvollen" Namen versehen werden, der Region, Quelle und Downloaddatum enthält wie z.B. GermanyOpenTopoMap20161228.img

Die ScreenShots wurden überwiegend mit einem Detailgrad „maximal“ und etwas modifizierten „Zoomleveln“ mit meinem Montana 680t aufgenommen. ...und natürlich mit Rechtsklick in voller Auflösung ;-)
Noch ein Tipp: Ihr seht ja die unterschiedlichen Farblayouts - achtet aber auch mal auf die Dichte, Größe und Aufarbeitung der verwendeten Icons!
...und eine Bitte: "Die beste Karte" kann ich hier nicht benennen, dem einen gefällt diese, dem anderen jene Aufarbeitung des OpenStreetMap-Materials ... das ist eine Geschmackssache ;-)

alternativaslibres 1,6 GB 12.2016
alternativaslibres alternativaslibres alternativaslibres www.alternativaslibres.org/en/downloads.php

Aspro OpenStreetMap Garmin Maps 1,6 GB 07.2016
alternativaslibres alternativaslibres alternativaslibres maps.aipe.at

Freizeitkarte-OSM 2,05 GB 12.2016
freizeitkarte-osm.de/garmin/de/index.html

Kleineisel 2,35 GB 01.2016 (unregelmäßige Aktuallisierungen)
www.kleineisel.de/blogs/index.php/osmmap/

kowoma 1,15 GB 10.2016 (Norddeutschland ab 51 Breitengrad)
www.kowoma.de/gps/freieKarten/osmkowomafreizeitkarte.php

kyubu aka P0lar 1,5 GB 12.2016
garmin.kyubu.de/img/

Lambertus aka Garmin.Openstreetmap.NL frei wählbare Regionen 12.2016
garmin.openstreetmap.nl

mtbnavi 2,05 GB 12.2014 (keine Aktuallisierung mehr!)
www.mtbnavi.de

OpenFietsMap 2,15 GB 12.2016
OpenFietsMap OpenFietsMap OpenFietsMap www.openfietsmap.nl/downloads/germany

openMTBmap (variabel je nach installierten Bundesländern) 12.2016
openMTBmap openMTBmap openMTBmap openMTBmap bei dieser Variante wollen erst die entsprechenden Bundesländer in die MapSource-/BaseCamp-Umgebung des Rechners eingebunden werden, dann die gewünschten Kartenkacheln ausgewählt und an das GPS übertragen werden. garmin.openMTBmap.org

OpenTopoMap 1,7 GB zzgl. 150 MB für Höhenlienien 12.2016
garmin.opentopomap.org

OSM-Download 1,65 GB 12.2016
www.osm-download.de/openstreetmap_download.php

RadReiseKarte von aighes 2,4 GB 12.2016
www.aighes.de/OSM/index.php

Raumbezug 1,6 GB 12.2016
www.raumbezug.eu/ag/internet/osmGarmin.htm

thkukuk D-A-CH 2,95 GB 12.2016 (hier gibt es einige sehr interessante zusätzliche Layer wie Höhenlinien, Wanderwege, Radwege, Öffentlichem Nahverkehr und Marine)
osm.thkukuk.de

Wanderreitkarte 1,65 GB 11.2016
www.wanderreitkarte.de/garmin_de.php

Die Kartenseite - unbekannte Funktion

Es gibt ja bei den beliebten Garmin GPS-Geräten immer wieder Funktionen, die versteckt oder nur im Handbuch (welches bekanntlich die wenigsten von uns lesen) oder gar nicht dokumentiert sind....

Neulich bin ich beim Oregon650 über eine solche gestolpert:
Das schnelle Umschalten der Karte von Nord- zu Fahrtorientiert.


Normalerweise richte ich diese über Einstellungen->Karte->Ausrichtung ein. Dies kann ich natürlich auch über Einstellungen->Kurzbefehle definieren und auf einen Bildschirm oder die Tasten legen.
Aber am einfachsten geht dieses Umschalten direkt aus der Kartenansicht, wenn ich schlicht oben links auf den Nordpfeil tippe!

Mit jedem Klick wird in die jeweils andere Orientierung geswitcht, also von Nordorientiert zu Fahrorientiert, usw. .... leider fehlt die dritte Ansicht, der Fahrzeugmodus, wie es von Garmins Nüvis bekannt ist…

Dieser schnelle Wechsel der Kartenausrichtung funktioniert beim Oregon6x0, Oregon7x0, etrex touch und Montana 6x0. Leider nicht bei Dakota und dem alten Oregon ;-(

Garmin Montana 680t - Das Batteriefach als Toolbox

Seit einiger Zeit bin ich mit einem Montana 680t unterwegs, Zeit für ein kleines Resümee!

Einige Funktionen, die mir vorher nicht bekannt waren, wie der Startbildschirm und erweiterbarer Reisecomputer habe ich bereits in meinem zweiten Blog beschrieben.

Aufgefallen ist mir im Vergleich zu den Vorgängern das deutlich hellere und farbenfrohere Display, was ich mit dem des Oregon 6x0 vergleichen möchte. Mich freut, dass es nicht kapazitiv ist und sich so besser mit Handschuhen bedienen lässt.
 
Womit ich leider nicht warm werden mag ist die Kamera. Vielleicht bin ich schon zu sehr vom Handy oder dem Oregon 650 verzogen?
Ich finde, dass sie recht lange zum Abspeichern braucht, gerade bei schlechteren Lichtverhältnissen (ich weiß, sie hat leider keinen Blitz spendiert bekommen) verreiße ich die Bilder für mein Empfinden ungewöhnlich oft…

Ansonsten bin ich mit dem Montana 680t hoch zufrieden und will Euch nicht mit dem Abschreiben der technischen Daten langweilen!

So hab ich mir das Batteriefach etwas genauer angesehen – warum?
Lest selbst:
  
Garmins Montana bietet bekanntlich ein fast (einige der ersten Handys von Alcatel konnten/durften das auch) einmaliges Konzept für die Verwendung von dem mitgelieferten 3,7V-Akku oder alternativ von 3 Mignon (AA) Batterien oder Akkus. Durch die unterschiedliche Lagerung kann das Montana auch „erkennen“ ob es nun mit den 3 AA oder dem Akku betrieben wird und darf bei letzterem diesen auch über den miniUSB-Anschluß laden. Von den meisten mir bekannten Usern wird es mit dem Akku betrieben und die Mignon-Idee dient lediglich dem Backup, falls der Akku doch mal unerwartet lange benutzt wurde und schwächelt.

Ich kann die Prospektangabe einer Laufzeit von 16 Stunden bestätigen. Übrigens der Akku ist von gleicher Bauart wie bei der Virb 1, wer diese auch sein eigen nennt, kann im Zweifelsfalle auch einmal durchtauschen ;-)
 
Eine weitere Möglichkeit der „Notstromversorgung“ bietet sich mit einem handelsüblichen 14500er Akku und einer Büroklammer an. Dieser 3,7V-Akku mit den Abmessungen einer normalen AA-Zelle wird bei einigen Taschenlampen, wie der Nextorch TA10, eingesetzt. So wird nur einer der drei Plätze für Akkus belegt und die nebenliegenden Kontakte mit einem Stück Draht oder einer Büroklammer überbrückt – bei dieser Not-Lösung ist allerdings die Angabe zum Ladestand mit Vorsicht zu genießen!

Aber zurück zum normalen Fall, dem Betrieb mit dem mitgelieferten Akku:
Nun ist bauartbedingt beim Betrieb mit dem Akku ein wenig ungenutzter Platz im Akku/Batteriefach … als Geocacher hab ich ja immer mal wieder das Problem mit dem mitzuführenden Stift – mal will er nicht schreiben oder wurde beim spontanen Cachen gar vergessen ;-)

So bietet dieser Raum Platz für eine gekürzte Kuli-/Bleistiftmine, ein „cachetool II nano“ und ein zusammengerolltes Ersatzlogbuch, welches ja auch gerne durch Abwesenheit glänzt.
Die Kontakte für die Stromversorgung beim Batteriebetrieb sind im Bild gekennzeichnet - bauartbedingt ist also ein Kurzschluss durch die Kuli- oder Bleistiftmine ausgeschlossen.

Fazit: Ein großes, robustes GPS mit vielen verborgenen Talenten!

Die Statusseite - das unbekannte Wesen

Neulich ist mir bei meinem Montana 680t etwas aufgefallen, was mir bisher nur als neues Feature von Garmins jüngsten Geräten den eTrex Touch bekannt war, nämlich die Konfiguration der Statusseite, den meisten besser als Sperrbildschirm bekannt.

Das ich wohl nicht der einzige bin, dem dieses Feature entgangen ist, zeigte mir das Fachsimpeln letztes Wochenende auf der Nordseetaufe, was mich zu diesem kleinen Bericht veranlaßt hat…vielleicht liegt aber es auch daran, dass sich die Statusseite weder mit der eingebauten ScreenShotFunktion, noch den geläufigen Programmen vom Garmin einfangen lassen will ;-)


Sicher kennt Ihr alle in den Seiten Karte, Kompass, Reisecomputer das Untermenü „Anzeige ändern“ wo Ihr verschiedene Anzeigen, Datenfelder oder Favoriten im oberen Teil des Displays einblenden lassen könnt. Und eben diese Funktion ist auch in der Statusseite/Sperrbildschirm „versteckt“!!!

    

So kann ich mir bei den Oregon 6x0 und den Montanas auf eben dieser Statusseite/Sperrbildschirm weitere Informationen anzeigen lassen oder Funktionen auswählen und das ohne die Displaysperre rausnehmen zu müssen!

Datentransfer vom Smartphone zum Garmin GPS

In den Zeiten von SmartWatches und drahtlos kommunizierenden Waagen stellt sich die Frage wie es inzwischen bei den Outdoor-GPSr aussieht!

War eine Umfrage anno 2013 beim Steinhügel doch sehr ernüchternd, so stellt sich die Frage was hat sich seither getan?

Garmin hat dieses Jahr die BaseCampMobil für iOS eingestellt, Geräte wie die fenix (ab Generation 1), epix, etrex Touch und 64er unterstützen nun SmartMessenges via Bluetooth … und wie sieht es bei den Oregon6x0 und dem neuen Montana aus?

Letzterer hat mit der neuen Generation keine Bluetooth-Schnittstelle spendiert bekommen und beim Oregon hat sich nichts getan – Datentransfer von PQs, Bildern, GPI- oder GPX-Dateien weiterhin Fehlanzeige!

 
…was bleibt ist die Übertragung via Kabel. Das kennt sicher jeder vom heimischen Rechner, doch auch via Smartphone ist dies mit einem sogenannten OTG-Adapter möglich!
OTG steht für USB On The Go, siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Universal_Serial_Bus#USB_On-the-go


Ursprünglich wurde er für das Anschließen von USB-Sticks ans Handy ersonnen. Neben diesen funktioniert er aber auch mit Card-Readern für die SD-Karte der Kamera, andere Smartphones, eBookReader, der Garmin ANT+ Stick (!), LED-Chips (siehe Beitrag von 01-2015 in den Tests) aber auch zum Drucken oder mit einen Y-Kabel und Powerbank auch mit Festplatten und DVD-Laufwerken. Was liegt also näher wie auch das geliebte GPS mal anzustöpseln?
 
Vorraussetzung ist ein Telefon auf Android-Basis ab 4.0 aufwärts und ausgestattet mit entsprechender Hardware, die dem Telefon erlaubt ein USB-Host sein zu dürfen. Letztere ist leider nicht immer ersichtlich und oft auch nicht eindeutig in den entsprechenden Onlineshops, oft sogar nicht einmal auf der Hersteller-Homepage gekennzeichnet...der Hersteller Wiko macht hier eine löbliche Ausnahme. So hilft es oft nur mit dem Adapter, für den man je nach Label zwischen € 5 bis € 20 investieren kann, in den Handyladen seines Vertrauens zu gehen und die mobilen Helferlein auf die entsprechende Fähigkeit zu prüfen.

Ist ein passendes Telefon gefunden, stehen einem für den kabelgebundenen Datentransfer alle Möglichkeiten offen!
Bei Tablets funktionieren Geräte mit vollwertigen Windows 8.1 und 10 super, hier lassen sich auch die gewohnte PC-Software BaseCamp oder die alte MapSource installieren.

Übrigens, bei Androiden genauso wie beim Windows sollte immer vorm Abziehen des Kabels das Gerät, welches ja als Massenspeicher erkannt wird, korrekt ausgeworfen werden!