Hannover Leuchtet(e)

Bekanntlich bin ich ein Kunst- und Kulturbanause ;-)
Und dennoch ist es Hannover Leuchtet im letztem Jahr gelungen mich mit den vielen Licht-Kunst-Installationen zu beeindrucken!
So habe ich mich schon riesig auf eine noch größere Veranstaltung in diesem Spätherbst gefreut ...
Mit Entsetzen habe ich vor ein paar Tagen erfahren, das Hannover Leuchtet abgesagt wurde ...
Warum?
Na, das liebe Geld ... nicht genügend oder potente Sponsoren gefunden ;-(
Das finde ich sowas von traurig, da es in Hannover genügend Firmen von Stromerzeugern bis TourismusMarketing gibt, die ihre Gelder viel, viel sinn- und hemmungsloser verplempern.
Nun sei es drum und ich möchte Euch ein paar Fotos von letztem Jahr zeigen, die ich mit meiner alten Canon G7 so aus dem Bauch raus geschossen habe.
Wie gesagt, ich bedauere zu tiefst, das Hannover Leuchtet diese Jahr abgesagt wurde und hoffe auf eine Wiederholung in 2020 - Termin soll laut HAZ 04. bis 08.11.2020 werden ...ich bin gespannt!!!







Unter #HannoverLeuchtet findet Ihr noch mehr tolle Aufnahmen!

Die U-Boot-Taufe der Cosmo

Wie ich in meinem Bericht über die Maker Faire 2019 angekündigt habe, konnten wir der U-Boot-Taufe der Cosmo, dem dritten U-Boot aus der Metallbildnerei Wienckowski beiwohnen.

Angefangen hat es 2013 mit der gelben Keto, die noch in der klassischen Optik eines Forschungs-U-Boots wie der Jago daher kommt.
Bereits 2015 legte Lars mit der Comet nach. Ebenfalls ein Boot für zwei Personen - die diesmal aber nebeneinander sitzen können. Der geneigte Zeichentrickfilm-Fan wird hier eine gewisse Ähnlichkeit mit einem legendären Raumschiff gleichen Namens erkennen ;-)
Ja, und 2019 nun die Cosmo - ein U-Boot nur für eine Person, welches mit 650kg nun wesentlich leichter ist und auch in einem eigens hierfür konstruierten Tauch-Kontainer schwimmen und tauchen kann.
Dieser kann übrigens über den Bundesverband ziviler Unterwasserfahrzeuge e.V. gemietet werden kann.
In einer Besucherbefragung des Heise-Magazins hat die Cosmo den vierten Platz der High Lights der Maker Faire 2019 in Hannover belegt - herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!!!

Ein ausführliches Interview mit Lars findet Ihr bei Nicole auf ihrem Blog ;-)

Vergleich meiner Stirnlampen mit Rotlicht-Funktion

Neulich erreichte mich von einem 24-Stunden-Wanderer die Anfrage was ich an Stirnlampen mit integriertem Rotlicht empfehlen könne.
Teilweise wird Rotlicht von Veranstaltern wie z.B. dem des Rhein-Ahr-Marsches für den nächtlichen Teil der Tour gefordert, siehe Punkt 4.
So habe ich meinen Bestand an Lampen durchforstet und die EcoStar von Nextorch, die Cosmo von Black Diamond, eine Lampe von CampBuddy und die MH11 von LEDlenser ausprobiert - Lampen unterschiedlicher Preisklasse und Einsatzbereichs, dennoch habe ich es gewagt Äpfel mit Birnen beim Nachtwandern zu vergleichen:

Eine weiterführende Erklärung wiso, weshalb, warum Rotlicht für den Menschen bei nächtlichen Aktivitäten gut ist und wie das funktioniert findet Ihr hier und beim Wikipedia.
Bei den ersten Bildern seht Ihr den Abstrahlwinkel und dann die Lampe unten nebst Reichweite bei uns auf dem Boden. Die Großen Reflektoren(vorderster bei 1m) sind in einem Abstand von einem Meter bis zur Wand bei 10m aufgestellt. Die kleinen Reflektoren stehen rechts und links alle zwei Meter, ebenfalls mit einem Meter Abstand. Die Bilder habe ich in einer höheren Auflösung dochgeladen - Details werden mit Rechtsklick->Grafik anzeigen deutlicher.

Die EcoStar(mein Test) hat eine einfache rote 5mm LED (5lm lt. Hersteller), die in erster Linie für nächtliche Arbeiten mit Karte etc. gedacht ist. Man kann eine Ringbildung und recht schmalen Abstrahlwinkel erkennen, sie reicht ca. 5m weit und kann bedenkenlos auf guten Wegen mit Schotterbelag und ohne Wurzeln oder ähnlichen Überraschungen eingesetzt werden.

Die Cosmo ist dimmbar, hier immer auf voller Leistung von 40lm (Herstellerangabe) in Betrieb. Sie hat ein sehr gleichmäßiges Licht mit einem sehr breiten Abstrahlwinkel, der es durchaus erlaubt drei bis vier nebeneinander laufenden Personen den Weg zu beleuchten. Das kostet allerdings Reichweite! Wir empfanden die ca. 3m Reichweite als gerade noch ausreichend.

Die CampBuddy(mein Test) hat zwei einfache LEDs verbaut, die mit 5lm angegeben sind, einen schmalen Abstrahlwinkel haben und eine ähnliche Ringbildung wie die EcoStar aufweisen, die Reichweite liegt bei ca. 10m und ist für Nachtwanderungen völlig okay.

Bei der MH11(mein Test) als der HighEndKandidat haben wir dann sowohl einen breiten Abstrahlwinkel und hohe Reichweite bei gleichmäßiger Ausleuchtung, wo wirklich alles von den Füßen bis ca. 15m ausgeleuchtet wird. Zusätzlich bietet sie auch noch grünes und blaues Licht, welches noch bessere Reichweiten erzielt. Nach stundenlangen Wandern bei Rotlicht haben wir das grüne, blaue sowie weiße Licht als sehr unangenehm empfunden.

Fazit: In diesem Vergleich war die MH11 als teuerste Lampe mit € 149,95 die stärkste, aber auch die schwerste Lampe.
Sehr gefreut haben wir uns das die beiden günstigen und leichten Stirnlampen EcoStar und CampBuddy sehr wohl auch für das Nachtwandern auf Wegen geeignet sind.

Die Alufolie als Sonnenschutz - ein Vergleich der Temperaturen

Neulich gab es im Netz eine Diskussion um die Temperaturen im Auto in Paarung mit den erlaubten max. 50°C für Gaskartuschen und die Lagerung selbiger. Da ich mich unlängst etwas mehr mit Kartuschen auseinandergesetzt hatte, habe ich das zu Anlass genommen die Temperaturen im Auto über längere Zeit zu messen.
Zu diesem Zeitpunkt (die erste sog. Hitze-Welle Ende Juni) hatten wir hochsommerliche Temperaturen bei wolkenlosem Himmel und an den zwei aufeinander folgenden Tagen einen annähernd gleichen Temperaturverlauf.

Unser Fuhrpark stand gerade hintereinander auf der Straße und war nach 13:00, also Sonnenhöchststand, ausgerichtet. Die Schatten von Häusern und Bäumen erlaubten so eine volle Sonneneinstrahlung von 11:00 bis 14:00.
Wenn Ihr die Werte der Tabellen anschaut, beachtet bitte die Bemerkungen, wann Teile des Fuhrparks im Schatten und Halbschatten standen!
Der Übersichtlichkeit halber habe ich in der Grafik nur die Zeiten aufgelistet, wo volle Sonneneinstrahlung gewährleistet war und auch nur den schwarzen Honda HR-V aufgeführt.
Die Temperaturen(nur Tabellen) habe ich im Twingo und Wohnwagen mit den Thermometern, die ich dort verbaut habe, gemessen. D.h. innen am Armaturenbrett bzw. Küche und außen unterhalb des Fahrzeugs zur Straßenseite.

Beim Honda habe ich verschiedene GPS-Geräte, die die Temperatur messen können sowie tempe-Temperatursensoren eingesetzt und entsprechend aufgezeichnet. Da das doch eine nennenswerte Anzahl ist, habe ich einen Sensor direkt auf dem Armaturenbrett unterhalb der Windschutzscheibe platziert, einen zweiten gut 30cm tiefer neben dem Radioschacht, ein GPS im Fußraum des Fahrers, eins im Fußraum der Rücksitzbank und das letzte im Kofferraum.
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Bitte berücksichtigt, das es sicher geringe Schwankungen von ein zwei, Grad gegeben hat, da mir keine geeichten Thermometer des gleichen Fabrikats zur Verfügung standen!
Sehr spannend finde ich die Ergebnisse von 40°C in den Fuß- und Kofferraum zu den 86°C auf dem Armaturenbrett, obwohl es sich um einen verhältnismäßig kleinen Raum handelt!
Am zweiten Tag bin ich auf die Idee gekommen eine dieser billigen AluIsofolien, die man zu Hauf im Winter bekommt, auf die Windschutzscheiben zu spannen.
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Dieses führte zu (erstmal) überraschenden 35°C weniger auf dem Armaturenbrett!!!
Wenn man sich etwas in Physik oder der Raumfahrt auskennt ist natürlich klar, das aufgrund der Reflektion der Sonnenstrahlung durch die Alufolie der Effekt der geringeren Temperatur zu Stande kommt - dies kennen wir von den Rettungsdecken, siehe Wikipedia.
Trotz des guten und eindeutigen Ergebnisses bin ich erstaunt, das ich im Sommer so wenig den Einsatz von Alufolien zur Temperaturreduktion auf der Straße sehe ... vielleicht weil wir alle nicht so gut in Physik sind, unsere Autos tolle funktionierende Klimaanlagen haben oder aber die Leute vom ADAC sowas rudimentäres nicht testen .... wer weiß, wer weiß ... jedenfalls könnt Ihr dies jetzt bei mir nachlesen und vielleicht auch weiter erzählen ;-)

* zum Lesen der Tabelle und Grafik, wie immer: Rechtsklick->Grafik anzeigen wählen

PS: zu den Garskartuschen habe ich noch zwei, wie ich finde sehenswerte, Filmchen im Netz gefunden: Video1, Video2

Die Maker Faire 2019

Nachdem wir ja letztes Jahr so begeistert von der Maker Faire waren, war es dieses Jahr ein "Pflichttermin" - im positiven Sinne natürlich!!!
So hatten wir als Blogger erneut die Möglichkeit den Worten
von Daniel Bachfeld und einigen wenigen Makern auf dem etwa einstündigen (viel, viel zu kurz!) Rundgang zu lauschen und anschließend selbst los zu ziehen.
Kurzum, es war wieder eine Fülle an neuen und einigen altbekannten Ideen und Makern, die hier waren und sicher haben wir nicht jedem die nötigen Aufmerksamkeit gewidmet ... es war einfach umwerfend, was in den drei Hallen nebst Außengelände geboten wurde!
Hier also ein Teil, den ich als Fotostrecke festgehalten haben, getreu dem Motto:
"Bilder sagen mehr als 1000 Worte":

Begrüßt wurden wir bereits vor dem HCC vom feuerspeienden Fenris, drinnen dann die erste R2-Einheit - in grün ;-)

In der ersten Halle wurden viele technische Spielereien gezeigt, so hatte ELV verschiedene Bausätze an Uhren und Spielen zum selber zusammen bauen.

Am Stand von R2 Builders Club e.V. war neben den bekannten R2D2 und BB-8 schon ein neuer DIO zu bewundern. Überhaupt waren Droiden ein viel bespieltes Thema, sogar große und kleine Kuschel-Varianten gab es an den Ständen der Häkel- und Strickkunst.

3D-Drucker spielten dieses Jahr wieder eine große Rolle, so gab es Makey aus Schokolade auf Waffel und Keks ;-)
  
Aber auch ernsthafte Themen wurden angegangen, wie Pflanzen, die ohne Erde auskommen und in Möbel integriert werden (Tribeshouse UG) können, Wasserfilter, Kühlschranküberwachung für Schildkröten im Winterschlaf und eine Urin-Batterie! Letztere wurde vom Stammtisch für Jugendliche mit Ideen demonstriert und ich frage mich einmal mehr, warum gerade in die Richtung der ständig anfallenden Exkrementen die Industrie nicht ernsthaft forscht...

Hier begegneten wir auch dem wandelnden Hot-Spot von Freifunk Hannover, einigen Ständen, die Röhren und Geräte im SteamPunk-Style zeigten, alte Platinen zu Schmuck (Circuit Accessories) verarbeiteten, die Gürtel aus alten Fahrradreifen und Geldbörsen aus Kassetten (Já na tom dělám) fertigten aber auch eine modulare Unterwasserdrohne (Beobachtung3d) aus dem 3D-Drucker.

Dann trafen wir auf kleine Roboter-Bausätze wie den Wuzzibot und Varikabi, auf ganz viel Technik mit Arduino, ein eSkateboard-Bausatz, u.v.m.

Im Außengelände dann wieder feuerspeiende Gefährte wie der Käfer, der stark an "Mad Max" erinnert.

Der De Lorean in liebevoller Kleinarbeit dem Orginal aus "Zurück in die Zukunft" nachempfunden war natürlich auch ein HighLight.

Ebenso wie das inzwischen dritte (!) U-Boot Cosmo der Metallbildnerei Wienckowski, die eigens hierfür einen Tauchkontainer, (welcher über die BVzU e.V. gemietet werden kann) gebaut hat!
Da wir die Kollegen recht gut kennen, wird es über die U-Boote noch einen separaten Beitrag geben!

Im Außengelände bestaunten wir ein Segelboot, was auf die Größe eines Surfbretts zusammengefaltet (Paperotto) werden kann.

In der Brunnenanlage tümmelte sich ein Roboter-Hai und man konnte in einem kleinen 1-Personen-Boot seine Runden drehen.

Hier waren auch Projekte der Luft zu finden, wie das Solar Airplan und der Ballon der KGS Hemmingen.

Der DARC e.V. hatte für die Messe einen Mittelwellensender aufgebaut über den er Interviews u.v.m. sendete. Auch Kunst, hier in Form eines Drachen und Kinderbespaßung fanden im Außengelände statt. Hier trafen wir auch auf den Pappmeister mit einem Trolli aus recycelten Küchenrollen mittels seines innovativen Stecksystems - nachhaltiger geht es wohl wirklich nicht mehr!!!

Licht wurde dieses Jahr ganz groß geschrieben und so gab es erstmalig die Dark Gallery voll mit Licht-Kunst wie die Krake, die farbwechselnde Hand, die tanzenden Pflanzen, beleuchtete Drohnen und allerlei weitere Licht-Kunst.

Fazit: Erschlagen von den vielen spannenden Projekten, wo ich hier wirklich nur einen kleinen Teil gezeigt habe, habe ich mir den 12. und 13.09.2020 für die 8.Maker Faire in Hannover fest eingetragen!

24 Stunden um den Sonnensee - wir haben eine Langstrenwanderung ausprobiert und uns ein paar Gedanken dazu gemacht

In den letzten 10 Jahren konnte ich immer mehr eine Zunahme von 24-Stunden-Wanderungen in Deutschland wahrnehmen. Als ich vor gut 15 Jahren da erste Mal mit dem deutschsprachigem Wegbereiter Thorten Hoyer darüber sprach tat ich es als eine Idee, die nie und nimmer Anklang finden wurde, ab - weit gefehlt!
Ich selbst hatte zwar schon zu Zeiten der Wehrpflicht anno 1992 meine Erfahrungen mit einem 65km-Marsch gemacht, doch damals wurden wir wenigen freiwilligen W12er müde von den Kameraden belächelt „...und das für nur einen Tag Sonderurlaub?“ bekamen wir Jungs meist zu hören...
Nun sehe ich wie immer mehr touristische Destinationen auf den Zug der Mega-, Mammut- oder schlicht 24-Stunden-Wanderungen aufspringen und wie immer mehr Leute aus dem entfernten Bekanntenkreis an diesen teilnehmen - Zeit also, meine Wahrnehmung zu überprüfen und selbst mal wieder eine wirklich lange Strecke am Stück zu wandern.

Da es gerade nicht nur Sommer, sondern auch hochsommerlich warm war, fiel nach kurzem Überlegen die Wahl des Zielgebietes auf „unseren“ Sonnensee.
Hatten wir hier nicht nur unser Wochenenddomizil, auch für ausreichend Verpflegungspunkte, Lagerung von Material, warmer Sachen, Kaffee, Cola und Naschereien war so gesorgt. Ein ggf. notwendiger schneller Tausch von Schuhen oder sonstigem war so alle paar Kilometer nach jeder Runde möglich. Allerdings barg das auch die permanente Versuchung auf überlange Pausen und gar Abbrechen der Tour...

Fast pünktlich um 16:15 ging es los, die ersten Runden noch bei hochsommerlichen Temperaturen ohne scheuernde Klamotten und mit Sandalen auf dem gesamten Wegenetz um den See, welches bisher noch nicht erfasst wurde. Nach einigen Runden dann der Wechsel auf festeres Schuhwerk nebst den viel gelobten CEP-Kompressionstrümpfe (ich berichtete bei meinen Tests). So marschierten wir Runde um Runde auf den unterschiedlichen Wegen um den See. Nach dem Sonnenuntergang im letzten Drittel des lange Abenddämmerung ein plötzlicher Stopp - was war denn da auf dem Wege? Ein Bücken und Rauskramen der SOS-Taschenlampe - und dann schnell die Handys raus - da krabbelte doch ein Nashornkäfer! Cool! Der zweite, den wir bisher in freier Wildbahn vor Augen hatten! Dann ging es weiter und es dämmerte immer stärker. Die ersten Fledermäuse flatterten über unseren Köpfen und Glühwürmchen säumten immer häufiger unseren Weg. Kurz vor 24:00 war es dann so weit und wir mussten endgültig unsere Stirnlampen einsetzen. Da es noch nahe am Neumond war konnten wir nun die Sterne und sogar die Milchstraße bestaunen. Ja, und dann sogar zwei Sternschnuppen! Weiter ging es Runde um Runde und immer mit einer anderen Lampe, wollten wir doch alle Kandidaten mit optionalem Rotlicht in der Praxis ausprobieren. So stellten wir für uns fest, dass wir mit Rotlicht am besten Wandern konnten und grünes, wie auch blaues als sehr unangenehm empfanden – über das RGB-Licht werden ich noch ausführlicher berichten.
Die Runden in der kurzen Nacht bescherten uns raschelnde und fotoscheue Igel.

Ab 02:00 zeigte sich ein Silberstreifen am Horizont. Die einsetzende Morgendämmerung offenbarte dann wieder Fledermäuse am wolkenlosen Himmel und dichten Nebel auf dem See ... und Temperaturen von nur 7°C, gut, das wir passende Sachen in unserem Domizil parat hatten - und auch den notwendige frischen Kaffee ;-)
Langsam zeigten ich auch Müdigkeits-Erscheinungen, waren wir doch seit insgesamt 22 Stunden wach - ein vorangegangener Mittagsschlaf wäre wirklich clever gewesen!
Um 04:00 war es zur Halbzeit taghell, die Stirnlampen wieder gut verstaut und die Natur erwachte - überall hektische und schilpende Vöglein, sogar ein Specht ließ sich durch uns nicht beirren.

Jetzt waren wir auf den Sonnenaufgang gespannt. Der Horizont färbte sich erst orange, später rot und dann strahlte die gelbe, ja fast weiße Sonne durch die Bäume am östlichen Seeufer. Wir staunten wie lange sich der Nebel auf dem See hielt, Bäume und Badeinseln wirkten wie aus einem Gruselfilm, besonders wenn man sich die Zeit nahm die ziehenden Nebelschwaden zu beobachten!
So wurde es morgen und nun erwachten auch die Besucher des Sees - und wir konnten zur Abwechslung wieder durch die „Wohngebiete“ wandern ohne die Mitbewohner durch nächtliches Umhergefunzel zu erschrecken ... wobei ;-)
Mit der aufsteigenden Sonne kamen auch die Wolken und die Temperaturen stiegen nur langsam ... so war das nicht geplant! Den ganzen Vormittag waren wir noch in Fleecejacken unterwegs. Gut, sicher war das auch zu einem gewissen Teil der nun deutlich zu verspürenden Müdigkeit zuzuschreiben. Kaffee und Cola konnten wir jetzt echt nicht mehr sehen, auch der Löffel Instantkaffee wollte nicht mehr so recht wirken.
Ab der Mittagspause hieß das Motto dann nur noch „durchhalten“, die Schritte fielen schwerer ebenso die Augenlider ... naja, an anfeuerndem Publikum mangelte es auch irgendwie...

Dafür klappte es mit dem Timing um so besser, Schlag 16:15 waren wir wieder an unserem Wohnwagen - geschafft! Darauf einen Sieger-Schnaps und ab in Bettchen ;-)

Fazit: Ja, 24 Stunden am Stück wandern geht ... das ist mal etwas anderes, muss man mal gemacht haben. Wir haben unsere Bestmarken in Sachen Strecke und Zeit z.T. deutlich angehoben - ja, und uns bewiesen, das es geht ... vielleicht ist das Beweisen auch Motivation bei den meisten anderen Teilnehmern solcher Märsche ... wer weiß?
Und würden wir es wieder tun? Ja, andere Startzeit und andere Vorbereitung - jetzt einen Tag danach machen sich Muskeln und Gelenke gar nicht so schlimm bemerkbar wie befürchtet.